Das Goms lockt mit goldenen Aussichten
Wenn die Lärchen ihre Nadeln golden färben und nach den Sommermonaten mehr Ruhe auf den Wanderwegen einkehrt, beginnt im Goms eine besonders reizvolle Reisezeit. Das Walliser Hochtal verbindet weite Landschaften mit Dörfern, in denen sich ein Zwischenhalt lohnt. Mal führt der Weg durch den Herbstwald, mal zu einem Backhaus, mal an einen gedeckten Tisch.
Dabei lässt sich jeder Ferientag anders gestalten: aktiv auf einer Bergtour, gemütlich entlang der Rhone oder entspannt bei Musik und gutem Essen.
Goldene Wälder und weite Blicke
Rund 400 Kilometer ausgeschilderte Wanderwege erschliessen das Goms. Das Spektrum reicht vom Dorfspaziergang bis zur anspruchsvollen Berg- und Passwanderung. Wer die herbstlichen Wälder ausgiebig erleben möchte, findet auf dem Gommer Waldweg zwischen Oberwald und Reckingen eine passende Tagestour: Die rund 16 Kilometer lange Strecke umfasst etwa 500 Höhenmeter Aufstieg und ist mit gut fünf Stunden Gehzeit angegeben.
Etwas kürzer ist der Waldweg von Reckingen nach Niederwald mit rund zehn Kilometern. Eine weitere Möglichkeit bietet der Gommer Höhenweg zwischen Oberwald und Münster: Auf knapp zwölf Kilometern eröffnet er neue Perspektiven auf das Hochtal. Die Touren sind auf der Herbstseite von Goms Tourismus beschrieben.
Auch auf zwei Rädern lässt sich die Landschaft erkunden. Velorouten entlang der Rhone und Mountainbikestrecken in den Bergen bieten Abwechslung für unterschiedliche Ansprüche. Familien können ihre Ausflüge mit Pausen an Spielplätzen und Feuerstellen verbinden.
Der Herbst kommt frisch aus dem Backofen
Zur Bewegung gehört im Goms der Genuss. Auf der Gommer Genussroute lassen sich verschiedene kulinarische Stationen miteinander verbinden und Spezialitäten aus der Region entdecken. Am 26. September 2026 rückt der Grafschafter Bauernmarkt die lokalen Produkte in den Mittelpunkt. Rund um das Eigehüs in Biel ergänzen ein Spielplatz und ein kleiner Streichelzoo den Marktbesuch. Informationen zum Bauernmarkt.
Eine besondere Rolle spielt das Walliser Roggenbrot. Beim Schaubacken in Grafschaft am 24. September und in Münster am 1. Oktober lässt sich erleben, wie das traditionsreiche Brot entsteht. In Biel wird nach alten Rezepturen mit Sauerteig gebacken; die Laibe kommen in einen mit heimischem Holz beheizten Ofen.
Am 7. November steht das Roggenbrot beim Fest «Lo Pan Ner» im Backhaus Oberwald erneut im Mittelpunkt. So wird aus einer regionalen Spezialität ein Anlass, Menschen und gelebtes Handwerk kennenzulernen.
Bewegung und Musse im eigenen Rhythmus
Wer die Herbsttage für eine bewusste Pause nutzen möchte, kann aus verschiedenen Yoga- und Bewegungsangeboten wählen. Retreats verbinden Übungen mit Naturerlebnissen, andere kombinieren Yoga und Running oder setzen auf Pilates und Beweglichkeit. Auch ein Basenfasten-Aufenthalt gehört zum Angebot.
Dazwischen bleibt Zeit für einen Spaziergang, einen ruhigen Nachmittag oder einen Blick auf die Berge. Die Angebote lassen sich damit ebenso für ein aktives Wochenende wie für einen längeren Aufenthalt nutzen.
Wenn das Bergdorf zur Bühne wird
Musik und Kultur geben dem Gommer Herbst weitere Facetten. Die Gommer Musikferien verbinden musikalische Weiterbildung mit Ferien in der Walliser Bergwelt. Zum Programm gehören Kammermusik und ein Kurs, in dem ein Stummfilm musikalisch vertont wird.
Konzerte, Lesungen und musikalische Abende ergänzen das Angebot, teilweise zusammen mit einem mehrgängigen Abendessen. Beim Kulturwandern lässt sich das Hochtal auch über seine Geschichten entdecken. Die Gommer Erlebnistage «Textil-Handwerk & Slow Living» wiederum laden dazu ein, sich mit traditionellen Fertigkeiten zu beschäftigen und dem Selbermachen Zeit einzuräumen.
Weitere Informationen zu Touren, Veranstaltungen und Aufenthaltsangeboten: goms.ch/herbst