«Klang am Grat» lässt die Lenker Berge neu erklingen
Was geschieht, wenn eine Weissenborn-Gitarre mit einem Schwyzerörgeli ins Gespräch kommt? Wie klingt traditionelle Appenzeller Streichmusik, wenn sie über die Kantonsgrenzen hinausblickt? Und was entsteht, wenn Klezmer auf Jazz trifft?
Antworten auf diese Fragen liefert vom 21. bis 23. August 2026 das Festival «Klang am Grat» an der Lenk. Während dreier Tage bringt die Stiftung Kulturförderung Lenk Musiker zusammen, die fest in ihren Traditionen verwurzelt sind und diese zugleich offen und neugierig weiterentwickeln. Das Ergebnis sind Klänge, die vertraut beginnen und überraschende Wege einschlagen.
Musik in persönlichem Rahmen
«Klang am Grat» setzt bewusst nicht auf grosse Bühnen und aufwendige Technik. Im Mittelpunkt stehen die Musik, die persönliche Begegnung und die besondere Atmosphäre der Spielorte. Das Kulturhaus, die Mauritiuskapelle, die Reformierte Kirche, die Kreuzstube des Hotels Kreuz und die Terrasse des Lenkerhofs werden für ein Wochenende zu intimen Konzertorten.
Die Verbindung von Musik und Natur gehört dabei ebenso zum Festivalgedanken wie die Nähe zwischen Künstlern und Publikum. Die Berglandschaft des Simmentals bildet nicht bloss die Kulisse, sondern wird zum atmosphärischen Bestandteil des Festivals.
Eine Stubete eröffnet das Festival
Den Auftakt macht am Freitagabend eine offene Stubete in der Kreuzstube des Hotels Kreuz. Lokale Musiker sind eingeladen, gemeinsam mit den Festivalmusikern aufzuspielen. Wer lieber zuhört und die ungezwungene Atmosphäre geniesst, ist ebenso willkommen.
Am Samstag beginnt das Programm mit einem Angebot für die jüngsten Festivalgäste. «Knuddelsprudel» verbindet im Kulturhaus Musik, Tanz und Theater zu einem spielerischen Konzerterlebnis.
Am Nachmittag bringt die Formation «Appenzell Ost» frischen Wind in die traditionelle Appenzeller Streichmusik. Die Musiker greifen Bekanntes auf, öffnen es für neue Einflüsse und zeigen, wie lebendig und wandelbar alpine Klangtraditionen sein können.
Schwyzerörgeli trifft auf Weissenborn-Gitarre
Eine aussergewöhnliche Instrumentenkombination verspricht anschliessend «Transatlantica». Dabei trifft die selten zu hörende Weissenborn-Gitarre auf Schwyzerörgeli, Violine, Kontrabass und Perkussion. Zwischen alpinen Wurzeln und Klängen aus der Ferne entsteht eine musikalische Reise über Grenzen und Genres hinweg.
Den Abschluss des Konzerttages gestalten die Vokalistin Barbara Berger und der international tätige Perkussionist Mathias Künzli. Ihr gemeinsames Programm verbindet urchige Singweisen mit treibenden Rhythmen und spontanen musikalischen Einfällen.
Klezmerklänge vor der Bergkulisse
Zum Festivalfinale lädt das Berner Quintett «Fogosch» am Sonntagvormittag auf die Terrasse des Lenkerhofs. Mit seiner jazzig geprägten Interpretation von Klezmer setzt das Ensemble vor der Kulisse der Lenker Bergwelt einen stimmungsvollen Schlusspunkt.
Die künstlerische Leitung von «Klang am Grat» liegt beim Berner Trompeter Daniel Woodtli. In seinen eigenen Projekten bewegt er sich zwischen Jazz, Neo-Folkloristik und zeitgenössischer Neuer Musik. Seine Offenheit für unterschiedliche musikalische Welten prägt den besonderen Charakter des kleinen, persönlichen Festivals.
Programm und Tickets: www.kulturlenk.ch