Lenk-Simmental schafft neue Ferienerlebnisse
Die Ferienregion Lenk-Simmental ist gut ins Jahr 2026 gestartet. Im ersten Halbjahr stieg die Zahl der Hotel-Logiernächte gegenüber der Vorjahresperiode um 3,2 Prozent auf 62’751. Die Gruppenunterkünfte verzeichneten mit 44’056 Übernachtungen sogar ein Plus von 4,9 Prozent.
Deutlich tiefer lagen erwartungsgemäss die Zahlen der professionell bewirtschafteten Ferienwohnungen. Aufgrund der vollständigen Schliessung des REKA-Feriendorfs während des Neubaus gingen sie um 57,1 Prozent auf 7836 Logiernächte zurück. Insgesamt registrierte die Destination im ersten Halbjahr 114’643 kommerzielle Logiernächte ohne Camping.
Die Parahotellerie ist für Lenk-Simmental besonders wichtig: Rund 85 Prozent aller Übernachtungen entfallen auf diesen Bereich, etwa die Hälfte davon auf privat vermietete Ferienwohnungen. Deren Logiernächte werden jeweils erst am Jahresende erhoben.
Schweizer Gäste bilden das Rückgrat
Mit einem Anteil von rund 85 Prozent bleibt der Schweizer Heimmarkt die tragende Säule des Tourismus in Lenk-Simmental. In der Hotellerie stammten rund 15 Prozent der Gäste aus dem Ausland. Die wichtigsten ausländischen Märkte waren Deutschland, Frankreich und die Niederlande.
Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt die Destination durch vier individuelle Medienreisen, zwei Informationsreisen mit insgesamt 17 internationalen Reiseveranstaltern und Sales-Agents sowie eine Influencerreise mit Schweizer Content Creators. Im Mittelpunkt standen die AlpKultur, Wander- und Naturerlebnisse, regionale Produzenten sowie die Gastfreundschaft der Region.
Berichte erschienen unter anderem in der «Schweizer Familie», den «Nürnberger Nachrichten», im «GastroJournal» sowie in den Magazinen «Savoir Vivre», «Wandern & Reisen» und «50 plus».
Neue Attraktionen entstehen
Nach der Eröffnung des Kulturhauses an der Lenk im Jahr 2025 erhält die Destination Ende 2026 gleich zwei weitere Angebote. Am Betelberg eröffnet das neue Berggasthaus Leiterli, während die Simmentaler Braumanufaktur mitten im Dorf das neue «Simmentaler Brewhouse» in Betrieb nimmt.
Der grösste Entwicklungsschritt folgt Ende 2027: Für rund 50 Millionen Franken entsteht ein komplett neues und vollständig barrierefreies REKA-Feriendorf mit 380 Betten. Die Wiedereröffnung ist für Dezember 2027 vorgesehen.
Zusätzlich realisiert Miroli’s Erlebniswelten bis im Frühling 2027 rund 20 moderne, teilweise bewirtschaftete Ferienwohnungen im Dorfzentrum.
«Diese Investitionen setzen wichtige neue Impulse und sind ein starkes Zeichen für die positive Destinationsentwicklung», sagt Helena Galanakis, CEO von Lenk-Simmental Tourismus. Die neuen Angebote seien entscheidend, um die Wettbewerbsfähigkeit der Region zu sichern und Lenk-Simmental langfristig attraktiv zu positionieren.
Bergbahnen begrüssen 768’000 Wintergäste
Auch die Bergbahnen Adelboden-Lenk AG blicken auf ein erfreuliches erstes Halbjahr zurück. In der Wintersaison 2025/26 wurden rund 768’000 Gäste begrüsst. Das entspricht einer Zunahme um 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr und um 7,1 Prozent gegenüber dem Fünfjahresschnitt.
Für einen erfolgreichen Saisonabschluss sorgte insbesondere das Osterwochenende mit winterlichen Pistenverhältnissen. Auch der Start in den Bergsommer gelang: Der sonnige und heisse Juni lockte zahlreiche Tagesausflügler in die Region. Die Gästezahlen lagen auf Vorjahresniveau und damit 24 Prozent über dem Fünfjahresschnitt.
«Wir sind uns bewusst, dass an der Lenk nach wie vor die Gäste des REKA-Feriendorfs fehlen», sagt Bergbahnen-CEO Nicolas Vauclair. Dennoch gehe das Unternehmen zuversichtlich in die zweite Jahreshälfte. Der nächste Meilenstein sei die Eröffnung des neuen Berggasthauses Leiterli zur Wintersaison 2026/27.
Lenk setzt auf «Coolcation»
Die hohen Temperaturen im Unterland sorgten im Juli für eine zusätzliche Nachfrage nach Ferien und Abkühlung im Simmental. In der Hotellerie lagen die Logiernächte 9,5 Prozent über dem Vorjahreswert.
Unter dem Stichwort «Coolcation» positioniert Lenk-Simmental Tourismus die Region gezielt als alpinen Rückzugsort für heisse Sommertage. Wasserfälle, Naturerlebnisse und angenehm kühle Nächte sollen Gäste aus dem Unterland und den Städten ins Simmental locken.
Einen zusätzlichen Höhepunkt bot Ende Juli der SRF-«Donnschtig-Jass» in St. Stephan. Rund 3000 Besucher verfolgten die Sendung vor Ort, weitere 465’000 Zuschauer waren an den Bildschirmen dabei.