Zum Inhalt springen

Lenk-Simmental steigert Logiernächte und setzt neue Impulse

Lenk-Simmental steigert Logiernächte und setzt neue Impulse
Die Destination Lenk-Simmental verzeichnete 2025 ein leichtes Wachstum bei den Logiernächten, getragen insbesondere von der Parahotellerie sowie starken Zuwächsen im Bereich Camping und bei den Gruppenunterkünften. Während strukturelle Veränderungen einzelne Segmente beeinflussten, zeigt sich trotz punktueller Herausforderungen insgesamt ein stabiles Tourismusjahr. Neue Angebote und Infrastrukturprojekte setzen zusätzliche Impulse für die Weiterentwicklung der Destination.

Die Destination verzeichnete im Jahr 2025 insgesamt rund 810'885 Logiernächte, was einem Plus von 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Mehr als die Hälfte, das heisst 419'000 Logiernächte (+3,5 Prozent), wurden in der Parahotellerie pauschal generiert; die kommerziellen Beherberger verzeichneten 391'885 Logiernächte, was ein Minus von 0,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet.

Während sich die Hotelübernachtungen im Jahr 2025 mit gesamthaft 121'655 knapp unter dem Vorjahr bewegten (122'677) und ein kleines Minus von 0,8 Prozent verzeichneten, generierten die Gruppenunterkünfte ein Plus von rund 18 Prozent (126'517) sowie die Campingplätze ein Plus von rund 16 Prozent (24'593).

Stark rückläufig hingegen waren die Logiernächte bei den professionell vermieteten Ferienwohnungen mit rund minus 49 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, bedingt durch die REKA-Schliessung per Ende Februar letzten Jahres aufgrund des Neubaus. «Das REKA Feriendorf generiert jährlich knapp 30'000 Logiernächte an der Lenk. Das barrierefreie Resort mit 68 Wohneinheiten wird derzeit für rund 50 Millionen Franken komplett neugebaut und wird im Dezember 2027 mit 380 Betten wieder eröffnen.

Die Grundsteinlegung erfolgte vergangenen Sommer und erste Musterwohnungen werden im Mai 2026 fertiggestellt», freut sich Helena Galanakis, Geschäftsführerin der LST AG, bereits jetzt auf das Leuchtturmprojekt. Top Event-Highlight des Jahres war das 55. Bernisch-Kantonale Jodlerfest Lenk – St. Stephan, das mit rund 30'000 Besuchern weit über die Region hinaus strahlte.

Lenk-Simmental, traditionell eine Ferienregion mit einem hohen Anteil an Schweizer Gästen, konnte 2025 rund 14 Prozent internationale Hotelgäste (überwiegend aus Deutschland, Frankreich und Benelux) begrüssen. Um in den kommenden Jahren die Vor- und Nachsaison im Frühling und Herbst zu entwickeln und die Hotellerie besser auszulasten, wird im Rahmen der Destinationsstrategie verstärkt auf ausländische Märkte gesetzt.

Helena Galanakis
Helena Galanakis

Bergbahnen im Aufwind

«Die Wintersaison 2024/25 war dank viel Sonne, optimalen Schneeverhältnissen und einem engagierten Team die beste der Unternehmensgeschichte», zeigt sich Nicolas Vauclair, CEO der Bergbahnen Adelboden-Lenk, erfreut und ergänzt: «Mit über 26 Millionen Franken Umsatz wurde im Winter ein neuer Rekord erzielt, getragen insbesondere durch 9 Prozent mehr Ersteintritte gegenüber dem Vorwinter.

Die Sommer- und Herbstsaison 2025 verlief wetterbedingt wechselhaft, konnte aber im Vergleich zum Vorjahr um rund 11 Prozent bei den Ersteintritten zulegen. Besonders ein warmer und sonniger Juni glich schwächer besuchte Monate aus. Insgesamt blieb das Sommerergebnis unter Budget, unter anderem aufgrund struktureller Veränderungen (Wegfall der Gäste des REKA-Feriendorfes) und Schlechtwetterperioden gerade während der Ferienzeit. Die Sommersaison 2025 war solide, hat aber weiterhin grosses Entwicklungspotenzial.» Insgesamt war das Tourismusjahr 2025 für die Bergbahnen Adelboden-Lenk AG erfolgreich und zeigt sowohl das grosse Potenzial der Region als auch die starke Abhängigkeit vom Wetter.

Rekord auch in Erlenbach: «Die Stockhorn-Bahn hat im Jahr 2025 erstmals 95'000 Gäste auf den Gipfel befördert und ein Rekord-Betriebsergebnis von 1,52 Millionen Franken erzielt», so CEO Stefan Schmid. Die Zusammenarbeit mit Lenk-Simmental Tourismus soll künftig intensiviert werden.

Blick aufs laufende Jahr

Die Logiernächte in der Hotellerie verzeichneten im Januar ein Minus von 1,4 Prozent, im Februar ein Plus von 17 Prozent, bedingt durch verkürzte Skiferien bis Ende Februar (im 2025 bis Mitte März).

Für zusätzliche Impulse sorgen neue Angebote. Dazu zählen unter anderem die neue «Trattoria Krone» im gleichnamigen Hotel, die neue Weinbar «VinoVino» beim Bahnhof sowie der neue Sonntagsbrunch im Lenkerhof gourmet spa resort (jeweils am ersten Sonntag im Monat). Auch infrastrukturell stehen Neuerungen an: Das Berggasthaus Leiterli am Betelberg wird neugebaut und im Dezember 2026 als modernes Bergrestaurant wiedereröffnet.

Der Sommer 2026 steht ganz im Zeichen der Kultur und bietet eine Vielzahl an Veranstaltungen, darunter die Jazz Tage Lenk, diverse Musikfestivals sowie das SRF-Liveformat «Donnschtig Jass», das am 30. Juli an der Lenk beziehungsweise in St. Stephan Halt macht.

Auch im Herbst setzt die Destination Akzente: Am 17. und 18. Oktober wird das 125-Jahre-Jubiläum der MOB gefeiert, mit Belle-Époque-Zügen zwischen Lenk und Zweisimmen sowie einem Rahmenprogramm am Bahnhof Lenk. Zudem findet am 11. September erstmals der UTMB Wildstrubel Lenk Glacier Marathon (mit Start an der Lenk und Ziel in Crans-Montana) statt. Mit solchen Events soll insbesondere die Nachfrage in der Zwischensaison gestärkt und die Auslastung im Herbst nachhaltig gesteigert werden.

 
Zurück