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Wolf, Bär und Luchs erleben: Graubünden setzt auf neue Naturerlebnisse

Wolf, Bär und Luchs erleben: Graubünden setzt auf neue Naturerlebnisse
Die Rückkehr von Wolf, Bär und Luchs verändert nicht nur die Alpenlandschaft, sondern auch das touristische Angebot in Graubünden. In mehreren Regionen können Gäste diesen Sommer und Herbst auf geführten Exkursionen mehr über die grossen Beutegreifer erfahren und dabei Einblicke in Natur, Alpwirtschaft und Herdenschutz gewinnen.

Dass das Interesse gross ist, zeigt eine Befragung von 365 Gästen in verschiedenen Bündner Destinationen. Zwei Drittel der Teilnehmenden wünschen sich Exkursionen mit Fachpersonen, die die Lebensweise von Wolf, Bär und Luchs sowie deren Auswirkungen auf Mensch und Natur verständlich erklären. Die neuen Angebote entstanden im Rahmen des Projekts «Tourismus und die Rückkehr der grossen Beutegreifer», das von der Fachhochschule Graubünden geleitet wird.

Wissen statt Vorurteile

Am Projekt beteiligt sind unter anderem Arosa, Engadin Scuol Samnaun Val Müstair, der Schweizerische Nationalpark sowie mehrere Naturpärke und Graubünden Ferien. Ziel ist es, Gästen fundierte Informationen zu vermitteln und unterschiedliche Sichtweisen aus Tourismus, Landwirtschaft und Naturschutz zusammenzubringen.

Im Mittelpunkt stehen nicht nur die Tiere selbst. Die Exkursionen zeigen auch, wie sich die Rückkehr der grossen Beutegreifer auf die Alpwirtschaft auswirkt, welche Bedeutung Herdenschutzhunde haben und wie ein Miteinander von Mensch und Wildtier gelingen kann. Die Angebote verzichten bewusst auf eine einseitige Darstellung und setzen stattdessen auf sachliche Information und den Dialog.

Ein praktisches Beispiel für diese Zusammenarbeit liefert das Unterengadin. Dort informieren Landwirte die Tourismusorganisation laufend über die aktuellen Standorte von Herdenschutzhunden und Mutterkühen. Diese Informationen werden auf Wanderplattformen veröffentlicht, sodass Gäste ihre Touren entsprechend planen und mögliche Konflikte vermeiden können.

Natur erleben und Zusammenhänge verstehen

Das Spektrum der neuen Angebote reicht von Vorträgen über geführte Wanderungen bis zu Spezialexkursionen im Schweizerischen Nationalpark. In Arosa können Besucher einen Einblick in den Alltag eines Wolfes erhalten oder die Alpwirtschaft aus nächster Nähe kennenlernen. Im Parc Ela führen Wanderungen zu Herdenschutzhunden auf einer Schafalp. Im Unterengadin stehen Touren durch das Uina-Tal oder auf den Schafberg auf dem Programm, während der Schweizerische Nationalpark Exkursionen zu den grossen Beutegreifern zwischen Emotionen und wissenschaftlichen Fakten anbietet. Im Naturpark Biosfera Val Müstair dreht sich eine Exkursionsreihe um die spannungsreiche Beziehung zwischen Mensch und Raubtier.

Neue Perspektiven auf die Alpen

Wer Graubünden bereist, erhält damit die Gelegenheit, eines der aktuellsten Naturthemen der Alpen aus erster Hand kennenzulernen. Die neuen Angebote verbinden Wandererlebnisse mit Hintergrundwissen und ermöglichen Begegnungen mit Menschen, die täglich mit den Herausforderungen und Chancen der Rückkehr von Wolf, Bär und Luchs leben.

Informationen und Buchung

Die Angebote können über die jeweiligen Tourismusorganisationen gebucht werden. Eine Übersicht der Exkursionen sowie weitere Informationen finden Interessierte hier:

 
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